Gastlichkeit seit 160 Jahren

Das beliebte Haus um 1900
Das beliebte Haus um 1900

Die Geschichte des Hotel "Zum deutschen Hause" beginnt urkundlich erwähnt, erstmals mit dem Verkauf des Hausgrundstücks Nr. 56

für 305 Taler. Am 18. August 1849 kauft Johann Friedrich Meyer das Haus von Herrn Schneidermeister Lampe ab. Es wird kräftig umgebaut, gewerkelt und renoviert und aus der Schneiderwerkstatt entsteht eine Bäckerstube.

 

Das Ganze findet im geschichtlichen Umfeld der deutschen Revolution statt, die am 28. März 1849 in der Verfassung des deutschen Reiches mündet, die in der Paulskirche zu Frankfurt verkündet wird.

 

Zu Beginn wird das Haus als eine kleine Bäckerei geführt, deren Brote und Backwaren in der ganzen Region beliebt und begehrt sind.

Am 1. Mai 1853 wird eine Schankkonzession erteilt und Herr Meyer bietet nun in einer Gaststuben seinen Gästen einen frisch gezapften Krug Bier zu seinen duftenden Brotlaiben an.

Eine alte Aufnahme um 1880
Eine alte Aufnahme um 1880

Im Jahr 1877 übernimmt der Sohn Ernst das Geschäft und baut im Obergeschoss einen kleinen Saal ein. Die Gastwirtschaft entwickelt sich nun zum beliebten Treffpunkt für das örtliche Vereinsleben und Geburtstage und Hochzeiten feiert man ganz standesgemäß beim "Gastwirt Meyer"

 

Das Geschäft entwickelt sich gut und als der Enkel Heinrich Meyer 1903 den Gasthof übernimmt, baut er sogleich die ersten Fremdenzimmer aus und vergrößert den Saal. Erstmalig wird das Hotel unter dem Namen

"Deutsches Haus" geführt.

 

Es folgen die wechselhaften 20er und 30er Jahre durch die der Betrieb geführt werden muss. Die Rezession in der Weimarer Republik steht im krassen Gegensatz zu der kulturellen Blüte. Als die Weltwirtschaftskrise gerade überstanden ist, folgen der 2. Weltkrieg und die anschließenden Zwangseinquartierungen, die das Haus in Beschlag nehmen.

 

Von den frühen 50er Jahren bis zu den 70ern führen Willy und seine Ehefrau Lenchen das Haus und bringen den Glanz der alten Tage zurück.

1954 wird der Hoteltrakt nochmals erweitert und der Wirtschaftsauf-schwung der noch jungen Bundesrepublik beschert auch dem Hotel und den Steyerbergern eine gute Entwicklung.

 

1973 übernimmt das Ehepaar Tscherwen das Hotel und erneuert aufwendig das Restaurant und die Bierstube, die immer noch, wie schon seit vielen Jahrzehnten, der gesellige Treffpunkt der Steyerberger darstellt.

 

Seit 2003 führt Kerstin Nennecker das Hotel "Zum deutschen Hause".

Mit viel "Liebe zum Detail" verwöhnt sie ihre Gäste, erneuert den Betrieb behutsam und verbindet zeitgemäße Küche mit gewachsener Tradion.